Aus dem Schützenbezirk

Bericht, Bilder, Ergebnisse vom letzten Bezirksschützentag

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>Wahlergebnisse

Edmund Großmann verliest die Wahlergebnisse Letztes Gruppenfoto Bezirksschützenmeisteramt mit Ligaleitern und Referenten

(Bericht Albert M. Kraushaar)
Klares Ja zur Auflösung des Schützenbezirks – ab 31. Oktober ist der Bezirk Stuttgart Geschichte
(amk) Der 67. Ordentlichen Bezirksschützentag in Stuttgart- Neuwirtshaus wurde dem traurigen Anlass voll auf gerecht. Den wenigen Teilnehmern an der, unter dem Strich trostlose Veranstaltung, oblag nur noch die formale Aufgabe, die per Briefwahl im Vorfeld gefallene Entscheidung über die Auflösung des Schützenbezirks Stuttgart abzusegnen und unter Punkt 17 auch die steuerliche Auflösung gegenüber dem Finanzamt zu bestätigen.


Mit überwältigender Mehrheit von 212:50 Stimmen waren die Oberschützenmeister als Vertreter der Vereine per Briefwahl in ihrem Abstimmungsverhalten der vom Württembergischen Landesschützenverband angestrebten Strukturreform gefolgt. Ohne eine einzige Wortmeldung wurde das Ende einer 67 jährigen Geschichte zur Kenntnis genommen. „Die Fahne des Bezirks hat für Umzüge ausgedient, wir werden sicherlich irgendwo einen Platz für sie finden“ hatte Bezirksschützenmeister Norbert Struck bei der einzigen „echten“ Ehrung des Tages – der vom langjährigen Fahnenträger Jan Mayer (Winterbach – Vereinslos) mit dem Bezirks Ehrenzeichen in Gold - lapidar verlauten lassen.
„Wir haben nichts zu berichten, weil wegen Corona nichts los war“ stellte Bezirkschef Roland Mayer sichtlich resigniert fest. Dem Winterbacher hatte am Ende seiner 20 jährigen Amtszeit die Kraft, vor allem jedoch die Unterstützung gefehlt, um den Bezirk mit der Suche nach einem geeigneten Nachfolger weiter am Leben zu halten. Die Mitglieder des Bezirksschützenmeisteramts waren nicht nur in die Jahre gekommen, die meisten von ihnen fühlen sich inzwischen nach langer Zeit im Ehrenamt auch ausgebrannt. Das erklärt mit den Umstand, dass keine Ausführungen zur Zahl der Verein im Bezirk Stuttgart, der Entwicklung bei seinen Mitgliedern, oder über die finanzielle Lage getätigt wurden. Der letzte Kassenbericht von Sylvia Haas für das Jahr 2020 mit einem Minus von 30,31 Euro wurde kommentarlos abgenickt. Nicht einmal zu Rückfrage über die Höhe des stattlichen Vermögens des Bezirks oder dessen weitere Verwendung konnten sich die Delegierten aufraffen.
Da passte es ins Bild, dass sich keine Vertreter von den Parteien oder von der lokalen Verwaltung zu einem Grußwort sehen ließ. Einzig der neu als Nachfolger von Hannelore Lange gewählte Landesoberschützenmeister Reinhold Mangold war nach Neuwirtshaus gekommen. Doch wer von ihm als Verfechter der Strukturreform griffige Aussagen oder gar Zahlen zu diesem Thema erwartet hatte, und was auf die Vereine ohne einen direkt übergeordneten Bezirk zukommt, der wurde enttäuscht. Seine Rede bot nicht mehr als ein paar Schlagworte wie „Verschlankung“ und Einsparung durch den Wegfall von Meisterschaften, setzte auf das Prinzip Hoffnung dass es mit dem noch knapp 90 000 Mitglieder zählenden Landesverband bei entsprechenden Zusammenhalt weitergeht würde und mündete in einer umfassenden Aufforderung zum Impfen.
Immerhin hatte sich der Calwer Kreisoberschützenmeister Edmund Großmann trotz der bedrückenden Stimmung aufgerafft, dem Bezirkschef für seine langjährige Arbeit zu Danken. Großmann drehte die Zeit um 21 Jahre zurück als er zusammen mit Geschäftsstellenleiterin Ute Lis dem längst verstorbenen Bezirkssportleiter Klaus Seifert (Rohrdorf) und Bezirksoberschützenmeister Fritz Rau (Ebhausen) mit der S-Bahn nach Winterbach gefahren waren um Roland Mayer für eine Nachfolge von Fritz Rau zu gewinnen.
Mit einem kleinen Dankeschön für die Kreischefs Gerd Hermann (Kreis Böblingen), Edmund Großmann (Kreis Calw), Jochen Fischer (Kreis Esslingen), Norbert Struck (Kreis Leonberg) Roland Tewes (Kreis Waiblingen) Klaus Müller (Kreis Stuttgart) ging es dann auf „Abschiedstour“.
Aus dem Bezirksschützenmeisteramt Roland Mayer (Winterbach seit 2000) Stellvertreter Norbert Struck (Wimsheim seit 2016), Stellvertreterin Sylvia Lehmann (Nagold seit 2016), Schatzmeisterin Sylvia Haas (Ebhausen seit 2016), Schriftführer Michael Hurak (Nagold) 2016, Bezirkssportleiter Robert Lis (Oberschwandorf seit 2013), Bezirksjugendleiter Herbert Schneider (Dachtel seit 2009), Bezirksschulungsleiter Wilfried Boller (Dachtel seit 2004), Damenleiterin Helga Smital (Esslingen) zusammen mit Kassenprüfer Werner Kopp (Althengstett) schon vor 2000 dabei), Bezirksgeschäftsstellenleiterin Karin Foshag (Ebhausen seit 2013) und Bezirkspressereferent Albert Kraushaar (Möttlingen seit 2000).
Auch unter den verabschiedeten Ligaleitern können viele auf eine lange „Amtszeit“ blicken. Allen voran Rainer Hanisch (Böblingen - Sportpistole) seit 2000 und Frank Foshag (Ebhausen – Luftgewehr Bezirksligen) sowie Gabi und Manfred Maisch (Renningen - Luftpistole) die seit 2001 dabei sind. Uwe Kaschuba (Stuttgart - Bogen) und Walter Kugele (Ebhausen - Standardgewehr) sind seit 2009 im Amt, Herbert Schnattinger (Althengstett – Auflage) war 2014 dazugekommen und Willi Monschau (Ehningen) hatte 2018 den Bereich Vorderlader und Großkaliber übernommen. Die angelaufene Winterrunde 2021/22 wird noch von allen Ligaleitern betreut, wer in welcher Form und Funktion darüber hinaus zur Verfügung steht ist noch offen, für die Mitglieder des Bezirksschützenmeisteramtes ist vorbehaltlich der Absegnung der Auflösung durch den Landesverband am 31. Oktober „Stichtag“. Wie es weiter geht blieb am Samstag offen. Geplant ist, dass die Schützenkreise Calw, Böblingen und Leonberg zu einer „Region“ fusionieren